Espresso-Geschmack

Der Einfluss von Mahlgrad, Bezugszeit und Temperatur auf den Espresso-Geschmack

Espresso ist nicht nur ein Getränk, sondern eine Kunstform. Jeder, der schon einmal bei espresso36 war, weiß, dass hinter jedem Schluck eine Geschichte und eine Leidenschaft steckt. Aber wusstest Du, dass der Geschmack Ihres Espressos maßgeblich von drei Faktoren beeinflusst wird: dem Mahlgrad, der Bezugszeit und der Temperatur? Lass uns tief eintauchen und diese Faktoren genauer betrachten.

1. Mahlgrad

Der Mahlgrad des Kaffees ist entscheidend für die Extraktion der Aromen. Ein zu feiner Mahlgrad kann dazu führen, dass der Espresso überextrahiert wird, was einen bitteren Geschmack zur Folge hat. Ein zu grober Mahlgrad hingegen kann zu einer Unterextraktion führen, wodurch der Espresso sauer schmeckt. Bei espresso36 empfehlen wir, mit dem Mahlgrad zu experimentieren, bis Du den perfekten Geschmack für Deinen Gaumen gefunden hast.

Mahlgrad

2. Bezugszeit

Bezugszeit

Die Bezugszeit, also die Zeit, in der das heiße Wasser durch das Kaffeemehl fließt, spielt eine entscheidende Rolle bei der Aromenextraktion. Eine ideale Bezugszeit für Espresso liegt zwischen 25 und 30 Sekunden. Eine zu kurze Bezugszeit führt zu einem schwachen und unterextrahierten Espresso, während eine zu lange Bezugszeit den Kaffee bitter macht.

3. Temperatur

Die Temperatur des Wassers beeinflusst die Extraktion der Aromen und Öle aus dem Kaffeemehl. Das ideale Temperaturspektrum für Espresso liegt zwischen 89°C und 96°C. Zu heißes Wasser kann die Bohnen verbrennen und einen verbrannten Geschmack erzeugen, während zu kühles Wasser nicht alle Aromen optimal extrahiert.

Temperatur

Fazit

Die Kunst eines perfekten Espressos liegt in der Balance dieser drei Faktoren. Bei espresso36 verstehen wir diese Kunst und bieten Dir nicht nur exzellente Kaffeebohnen, sondern auch die Expertise, um den besten Espresso zu kreieren. Besuche uns, probiere  unsere Sorten und lass Dich von der Qualität überzeugen. Und wenn Du noch Fragen zu Mahlgrad, Bezugszeit oder Temperatur hast, sind wir immer für Dich da, um Dir zu helfen.

Barista1-espresso36

Baristakurse bei espresso36

Der espresso36 Barista Basic Kurs richtet sich an alle, die immer schon wissen wollten, wie man einen perfekten Espresso, Cappuccino oder Café Crème mit der Siebträger-Espressomaschine zubereitet. In rund 4 Stunden erkläre ich die Basics für die professionelle Zubereitung von Kaffeespezialitäten. Jeder der 4 – 6 Teilnehmer erhält eine individuelle Anleitung direkt an der Maschine. Es ist auch möglich sein eigenes Equipment von zuhause mitzubringen.

Die Kurse finden in meinen Räumlichkeiten in der Wassergasse 10 in Schlüchtern statt.

Zur Buchung

 
  • Was macht einen perfekten Espresso aus?
  • Welche Möglichkeiten der Einstellungen habe ich bei der Espressozubereitung?
  • Woran erkenne ich Fehler und was kann ich dann tun?
  • Wie wird Milch richtig aufgeschäumt und was brauche ich für Latte Art?

Was macht einen guten Espresso aus?

Seit 1998 überwacht das “Istituto Espresso Italiano” (IEI) die Qualität des italienischen Espressos. Dabei wurden nach langen Testreihen sensorische und qualitative Kriterien festgelegt. Dabei sind verschiedene, wichtige  Parameter definiert worden:

  • Kaffeemenge: 7g +/-0,5g
  • Brühtemperatur: 88°C +- 2°C
  • Brühdruck: 9bar +/-1bar
  • Brühzeit: 25 Sekunden +/- 5 Sek.
  • Menge in der Tasse: 25ml +/- 2ml

Diese Angaben definieren den typisch italienischen Espresso. Da der Espresso aber in der ganzen Welt getrunken wird, sind diese Angaben mittlerweile sehr aufgeweicht worden. Die Kaffeemenge variiert dabei von 7 – 22g sodaß man hier weniger von Definition als von “erlaubt ist was schmeckt” sprechen kann.

Eigentlich ist es wie immer, es gibt unendlich viele Möglichkeiten und die Definition des IEI betrifft den klassischen, italienischen Espresso, der immer einen gewissen Anteil an Robustakaffee enthält und tendenziell eher etwas dunkler geröstet wird. Man erhält Armomen von dunkler Schokolade, er schmeckt manchmal hölzern, erdig, gerne aber auch nussig und mit einer ganz leicht fruchtigen Note ohne dabei auch nur im entferntesten sauer zu sein. Man kann auch nicht sagen, dasder Kaffee aus einer bestimmten Region, einem bestimmten Anbaugebiet, von einer bestimmten Plantage immer gleich schmeckt. Denn jede Rösterei wird ihn anders verarbeiten. Die meisten Kaffees sind Blends, als Mischungen aus mehreren Sorten aus aller Welt. Hier ist das Ziel, dass der Kaffee eine möglichst gleichbleibende Qualität und Geschmack hat.

Was ich persönlich nicht mag und auch nicht verstehe ist es, dass viele Röster und Baristaschulen eigene Definitionen festlegen und diese dann als unumstößlich ansehen. Oder wenn es in einer Espressobar keinen Zucker für den Espresso gibt, weil man dort der Meinung ist, dass man das nicht darf. Ich verbiete denen ja auch nicht, ihren sauren Espresso zu trinken, obwohl ich ihn nicht mag.

Siebträger Espressomaschine

Der klassische italienische Espresso wird mit einer Siebträger-Espressomaschine zubereitet. Dafür verwendet man die typischen italienischen Espressoröstungen. Sie sind gleichzeitig die Basis für alle Kaffeespezialitäten mit Milch, wie Cappuccino oder Latte Macchiato. In meinem Online-Shop findet man darüber hinaus eine Auswahl an sortenreinen Kaffees, den sogenannten Single Origins, die sich für die Zubereituzng von Espresso ebenfalls anbieten. 

Die Kombination von Siebträger-Espressomaschine und Kaffeemühle in der Küche garantiert noch keinen perfekten Espresso. Es ist die 5M-Formel, die das Geheimnis der perfekten Espresso-Zubereitung ausmacht:

  • Mischung – Kein guter Kaffee ohne gutes Ausgangsprodukt, dem Rohkaffee. Die Auswahl der Sorte und Qualität spielen eine entscheidende Rolle. Als Endverbraucher hast du in der Regel wenig Einfluss auf diese Auswahl und musst dabei auf die Angaben der Importeure und Röster vertrauen. Im nächsten Schritt, der Röstung, kommt es auf die perfekt auf die Bohne abgestimmte Röstung an. Viele Qualitätshersteller rösten die Sorten getrennt und kreieren ihre Mischung erst im nächsten Schritt. So können die individuellen Eigenschaften der Rohbohnen bei der Röstung beachtet werden. Gerösteter Kaffee ist nur begrenzt haltbar. Die meisten Röster geben 12-24 Monate als MHD an. Der Kaffee darf aber auch nicht zu frisch genossen werden, meist wird von einer Phase des “Ausgasens” von ca. sieben Tagen gesprochen. In diesem Zeitraun geben die gerösteten Bohnen viel CO2 ab. All das macht die gewählte Mischung aus.
  • Mensch – Da es sich bei der klassischen Zubereitung eines Espressos nicht um einen vollautomatischen Vorgang handelt, haben wir wesentlichen Einfluss  auf das Ergebnis. Der Siebträger sollte sauber, die Maschine richtig vorgeheizt und der frisch gemahlene Kaffee ordentlich verteilt und verdichtet (getampt) sein. Auch spielt die Auswahl der richtigen Tasse und deren Vorbehandlung eine Rolle, die richtige Tasse ist gut vorgewärmt und etwas dicker. Stimmt ein Parameter nicht, kann sich dies negativ aif das Ergebnis auswirken. Sie sollten ein Auge auf alle Faktoren haben unbd das Ergebnis prüfen bzw. beurteilen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen können. Je sorgfältiger und bedachter man an die Kaffee- bzw. Espressozubereitung herangeht, desto besser wird  das Ergebnis. Die Zubereitung des perfekten Espresso lernt man nicht von jetzt auf gleich. Es bedarf etwas Zeit und Übung bis man die notwendige Erfahrung im Umgang mit der Bohne gesammelt hat. 
  • Mahlgrad – 90% der Zubereitung wird in der Mühle entschieden. Das Mahlen des Kaffees nimmt in jedem Fall eine zentrale Rolle im Zubereitungsprozess ein – der Mahlgrad muss einfach stimmen. Ist das Pulver zu grob gemahlen, läuft das Wasser zu schnell durch das Kaffeepulver und es kommt zu Unterextraktion. Bei zu feinem Pulver entsteht zu schnell ein zu lange Durchlaufzeit mit der Folge einer Überextraktion. In der Praxis wird häufig versucht, einen nicht optimalen Mahlgrad beim Tampen zu korrigieren. Mit einer guten Mühle, welche das Kaffeepulver zudem auch noch schonend behandelt, also nicht zu sehr erhitzt, ist das nicht notwendig. Die Prüfung und ggf. Anpassung des Mahlgrades sind regelmäßig, bei zum Beispiel Wetteränderung (Luftfeuchtigkeit) sinnvoll und notwendig.
  • Menge – Mit der optimalen Menge ist in erster Linie die richtige Menge Kaffeepulver gemeint. Dabei kommt die Menge aber auch auf die Größe des verwendeten Siebs an. Es gibt Siebe für einen Espresso und für zwei Espresso. Die Füllmengen reichen dabei von 6g bis zu 24g. Meine Empfehlung ist es, das Sieb immer voll zu machen, d.h. beim Mahlen darauf zu achten, das einer kleiner Hügel entsteht, der dann beim Verteilen die Menge “gestrichen voll” ergibt und dann getampt wird.Wenn ich in ein sehr großes Sieb, wie sie z.B. oft bei bodenlosen Siebträgern mitgeliefert werden zu wenig gemahlenen Kaffee gebe, besteht ein Abstand zwischen der Oberfläche des Kaffees und des Brühsiebes. Dadurch verwirbelt der Kaffee, es entsteht “Channeling” und der Kaffee läuft vermutlich zu schnell durch, obwohl der Mahlgrad vielleicht sogar richtig eingestellt ist. Also: wenn ich einen Espresso mit 19g zubereiten will, verwende ich ein 14g-Sieb, klingt komisch, ist aber so cum es mit den Worten von Peter Lustig zu sagen. Eine Waage ist beim Erlernen dieser Fähigkeit natürlich hilfreich, aber im Grunde nicht notwendig.
  • Maschine – zur Zubereitung eines guten Espresso braucht man natürlich auch die richtige Maschine – optimal ist eine klassische Siebträger-Espressomaschine, welche die richtige Brühwassertemperatur von ca. 90°C und einen Druck von ca. 9bar zur Verfügung stellt. Jede Maschine bzw. Brühgruppe hat ihre Eigenarten, mit der Zeit und wachsender Erfahrung lernt man diese kennen und stellt sich darauf ein. Neben den technischen Vorraussetzungen spielt auch die Sauberkeit der Maschine eine wesentliche Rolle. In der Gastronomie erfolgt die gründliche Reinigung der Brühgruppe und der Gehäuseteile täglich, so dass sich keine geschmacksverändernden Rückstände abseten können. Das verwendete Wasser hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees, aber auch auf die Lebenserwartung der Maschinen. Mit der Veränderung des Härtegrades des Wassers, verändert sich auch der Geschmack. Eine Wasseraufbereitung ist in fast jedem Fall zu empfehlen.  

MEINE ERFAHRUNG... FÜR DEINEN KAFFEE-GENUSS

MEINE ERFAHRUNG... FÜR DEINEN KAFFEE-GENUSS

Erhalte die Qualität Deines Espressos durch regelmäßige Pflege und Wartung. Am besten tauschst Du Verschleißteile wie Dichtung der Brühgruppe und Duschensieb regelmäßig aus. Service und Wartung von ECM und Profitec Espressomaschinen ? Ich übernehme das! espresso36 repariert und wartet alle Espressomaschinen. Auch Ascaso, Vibiemme, Rocket, Bezzera oder alle anderen Hersteller - Du hast ein Problem, ich die Lösung.

DIE TÄGLICHE PFLEGE

Natürlich erhält eine täglich durchgeführte Pflege nicht nur die Funktionalität Deiner Espressomaschine. Auch die Lebenserwartung der Maschinen wird deutlich verlängert. So schiebst Du die Wartungszyklen Deiner Espressomaschine weiter hinaus. Ich empfehle täglich eine kurze Rückspülung durchzuführen. Setze dazu das bei den meisten Geräten mitgelieferte Blindsieb ein. Anschließend entfernst Du die Kaffeereste an der Brühgruppe mit einem Lappen oder einer Bürste. Zum Schluß setzt Du den gereinigten Siebträger wieder ein. Vor allem so empfindliche Lebensmittel wie Milch sollten sorgsam behandelt werden. Befreie die Dampflanze nach dem Aufschäumen durch einen kurzen Dampfstoß von Milchresten. Danach wischst Du sofort mit einem frischen, nassen Tuch nach. Verhindere dadurch, das Milchreste bis in den Kessel zurückgesaugt werden. Die Funktionalität der Dampfdüse bleibt erhalten. Danach wischst Du die Oberfläche des Gehäuses mit einem feuchten Tuch ab und befreist sie so von Kaffee und Milchresten.

REINIGUNG UND WARTUNG

Die Wartung von ECM, Profitec, VBM Vibiemme, Rocket, Bezzera, Quickmill und allen anderen Espressomaschinen mit klassischer Faema E61 oder integrierter Ringbrühgruppe beinhaltet zunächst den Austausch der Brühkopfdichtung. Ich tausche außerdem das Duschensieb und verschiedene Ventile und Dichtungen. Abschließend reinige ich die Brüheinheit gründlich. Ich führe ausserdem immer auch eine Entkalkung des Kessels durch. Natürlich übernehme ich auch die Wartung und Reparatur von Espressomaschinen mit Ringbrühgruppen und auch von Geräten mit Thermoblock wie z.B. Ascaso, GRAEF, Quickmill oder anderen.

Fresh Lemonpresso

Sommerliche Rezepte mit Espresso

Der Sommer ist da und wir wollen euch mit unserem Fresh Lemonpresso wieder mal ein paar alternative Zubereitungsvarianten für Kaffee vorstellen, die bei den momentanen Temperaturen eine leckere Alternative zum heißen Kaffee sind. Dazu haben wir unseren Blogartikel vom Mai 2016 überarbeitet und euch noch ein paar leckere Eigenkreationen hinzugefügt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – erlaubt ist was schmeckt.

Fresh-Lemonpresso

Der Fresh-Lemonpresso ist eine unserer eigenen Kreationen. Er erfrischt ungemein und kann mit einem normalen Espresso oder auch einem Doppio – einem doppelten Espresso – zubereitet werden.

Wir geben dazu 2 Eiswürfel in ein kleines Kännchen und beziehen darauf einen einfachen oder einen doppelten Espresso. In ein Cocktail- oder ein einfaches Trinkglas geben wir ebenfalls reichlich Eiswürfel und Zitronenlimonade. Am leckersten schmeckt das natürlich mit einer selbst gemachten Limo aus frisch gepresster Zitrone und aufgesprudeltem Leitungswasser. Darüber gibt man dann den kalten Espresso – et voilà, das leckere Erfrischungsgetränk ist fertig.

Zubereitung:

  • 6 bis 7 Eiswürfel
  • Zitronenlimonade
  • 1 Espresso (einfach oder doppelt)
  • Cocktail- oder Trinkglas mit Strohhalm

Espresso-Tonic

Der Espresso-Tonic ist der edle Verwandte des Fresh-Lemonpresso. Er wird genauso zubereitet nur die Zitronenlimonade wird durch Tonic ersetzt.

Auch hier geben wir 2 Eiswürfel in ein kleines Kännchen und beziehen darauf einen einfachen oder einen doppelten Espresso. In ein Cocktail- oder ein einfaches Trinkglas geben wir ebenfalls reichlich Eiswürfel und Tonic. Darüber langsam den kalten Espresso giessen und servieren.

Zubereitung:

  • 6 bis 7 Eiswürfel
  • Tonic
  • 1 Espresso (einfach oder doppelt)
  • Cocktail- oder Trinkglas mit Strohhalm

Latte Macchiato Fredo

Der Latte Macchiato Fredo ist ebenfalls ganz einfach zuzubereiten, wird aber mit frischer, kalter Milch gemacht. Auch er wird genauso zubereitet, wie die beiden vorherigen Getränke.

Auf 2 Eiswürfel in einem kleinen Kännchen bezieht man einen einfachen oder doppelten Espresso. In ein Latte Macchiato- oder ein einfaches Trinkglas gibt man neben der Milch noch etwas Sirup. Je nach Geschmack gibt es Karamel, Haselnuss, Vanille oder Schoko bei uns im Angebot. Darüber langsam den kalten Espresso gießen und servieren.

Zubereitung:

  • 6 bis 7 Eiswürfel
  • Milch
  • Sirup (Karamel, Vanille, Haselnuss oder Schoko)
  • 1 Espresso (einfach oder doppelt)
  • Cocktail- oder Trinkglas mit Strohhalm

Coldbrew

Bereits am Helle Markt 2016 haben wir Nitro-Coldbrew als kalten Kaffee- Cocktail ausgeschenkt. Dabei wird der “kalt gebrühte” Kaffee, der in einer 10l Bag-In-Box abgefüllt ist, durch eine Zapfanlage im Durchlaufprinzip gekühlt und mit Raumlauft versetzt, nitrogenisiert sozusagen. Dadurch entsteht ein Schaum, ähnlich wie bei Bier. Die Zubereitung sieht man in dem Video auf YouTube. Wir haben ein paar Eiswürfel in das Cocktailglas gegeben, etwas kalte Milch hinzugefügt, einen Spritzer Sirup – Vanille, Haselnuß oder Karamel – und dann den Nitro-Coldbrew in das Glas, Deckel drauf, Strohhalm rein, fertig ist der erfrischende und durch seinen Koffeingehalt anregende Sommercocktail.

Coldbrew kann man auch sehr einfach selbst herstellen, wobei der Cold Brew- Kaffee  insgesamt nur  90% der Aromen und nur etwa 15% der Säuren und Öle enthält. Der Koffeingehalt ist durch die längere Extraktionszeit etwas höher als bei normalem Kaffee. Dabei ist der Geschmack eher mild und garnicht bitter. Das Konzentrat lässt sich bis zu 2 Wochen im Kühlschrank lagern und garantiert somit langanhaltenden Genuss und kühle Erfrischung an heißen Tagen.

Zubereitung:

  • 1 l kaltes Wasser
  • 2 Gefäße mit Deckel (oder Frischhaltefolie)
  • 150-200g Kaffee
  • 1 Sieb
  • 1 Filtertüte

Ice Brew

Im Gegensatz zu Coldbrew wird bei Ice Brew heißes Wasser, wie bei normalem Filterkaffee verwendet. Was ist der Unterschied: in der Kanne befinden sich genauso viel Eis wie man Wasser zum Brühen verwendet, also z.b. 500ml Eiswürfel und 500ml heißes Wasser. Der Clou: durch die Eiswürfel wird der fertige Kaffee sofort wieder gekühlt. Er behält dabei seinen vollen Geschmack, weisst aber weniger Bitterstoffe auf.

 

Zubereitung:

  • 1 Kaffeefilter
  • 1 Filtertüte
  • 1 Glaskanne
  • 500ml Eiswürfel
  • 500ml heißes Wasser (96-98°C)
  • 70-80g Kaffee (mittlerer Mahlgrad)

Caffè Shakerato

Der Caffè Shakerato ist ein kaltes Kaffeegetränk das man zu jeder Tageszeit genießen kann. Es ist in Italien als koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk vor allem in den heißen Sommermonaten sehr beliebt.

Eiswürfel werden zusammen mit Espresso und Zucker in einem Cocktail-Shaker schaumig geschüttelt. Je nach Geschmack wird das Getränk pur, mit Vanille, Grappa oder einem Schuss Zitrone zubereitet. Der Caffè Shakerato wird in einem Cocktailkelch serviert.

Zubereitung:

  • 6 bis 7 Eiswürfel
  • 1 – 2 Teelöffel Zucker
  • 1 Espresso Lungo
  • Cocktail- Shaker

Eiswürfel in den Shaker geben und den Zucker dazu. Einen Espresso Lungo darüber beziehen. Den Shaker dicht verschließen und für 10 bis 15 Sekunden lebhaft schütteln. Den Shaker öffnen und den Caffè Shakerato in das Glas gießen, dabei mit einem Barsieb das Eis zurückhalten.

©Brühwerk

Kaffee der Zukunft

Unser Kaffee- Blog beschäftigt sich heute wieder einmal mit einem technischen Thema. Dazu bedienen wir uns eines aktuellen Artikels aus dem Magazin “Kaffee Globus” unserer Partner EspressoPool und Miomondo. In dem Beitrag beschäftigt sich EspressoPool Geschäftsführer Johannes Hannig mit der Energieeffizienz von Kaffee-Vollautomaten gegenüber den klassischen Siebträgern und wie sich das Thema in den vergangen Jahren entwickelt hat und noch entwickeln wird.

Coffee for Future

ODER WIE DIE KLIMADEBATTE DIE KAFFEEWELT BEEINFLUSST

Klimademos gegen die Erderwärmung, Konferenzen zu diesen Themen, dramatische Appelle von Betroffenen, all dies hat uns im Jahr 2019 konsequent begleitet. Hat es vor nicht allzu langer Zeit noch viele Menschen gegeben, die sich mit dem Thema aufgrund geringer persönlicher Betroffenheit nicht beschäftigt haben, sind inzwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgewacht. Fridays For Future sei Dank.

Wir vom KAFFEE GLOBUS, interessieren uns auch für die globalen Zusammenhänge in der Kaffeewelt und finden das Thema Klima und Kaffee spannend und wichtig.

Die Energieampel

Heute möchten wir hierfür einen Blick in die Schweiz richten. Hier, wo es überspitzt gesagt mehr Kaffeevollautomaten als Privathaushalte gibt, spielt die Kaffeekultur zu Hause eine vergleichbar wichtige Rolle wie in Deutschland.
Seit 2015 ist bei den Eidgenossen die allseits bekannte Energieampel auch bei Kaffeemaschinen obligatorisch. Der Kunde soll also in seine Kaufentscheidung, neben Designaspekten und Ausstattungsmerkmalen der Geräte auch den Energieverbrauch der Maschine mit einbeziehen. Hierbei wird konsequenterweise kein Unterschied gemacht, ob es sich bei den Maschinen für die heimische Anwendung um Vollautomaten oder Siebträger handelt. Auch die Bemessungsgrenzen für die Energieeffizienz sind gleich. Mit sehr unangenehmen Folgen für unsere geliebten Siebträgermaschinen. Während hochwertige Kaffeevollautomaten den Testzyklus *(Erklärung zum Test im separaten Kasten) mit einem Ergebnis A abschließen können, sind alle ernstzunehmenden in der Schweiz angebotenen Siebträgermaschinen allesamt mit einem roten D versehen. So verbraucht z.B. ein Automat mit zwei Mahlwerken und diversen Produktoptionen 59 kWh pro Jahr während eine klassische Zweikreislaufmaschine mit schwerer Profi-Brühgruppe 1200 kWh pro Jahr. Somit ist der Energieverbrauch im durchgeführten Test mehr als 20 mal so hoch. Ein erschreckender Wert, aber wie kommt dies zu Stande?

Klassische Siebträgertechnik: Vintage oder Wahnsinn?

Die eingeschworene Gemeinde der Siebträgermaschinen- Nutzer handelt aus Überzeugung. Man kann einen Espresso aus dem besten Vollautomaten nicht mit einem aus einer Siebträgermaschine samt gut eingestellter Mühle vergleichen. Der Automat setzt viel daran dem Nutzer Vielfalt und Qualität auf Knopfdruck zu liefern und ist dabei beachtlich weit gekommen. Aber der Siebträger ist aufgrund der stabilen Thermik und der kurzen Wege im Gerät in Sachen Extraktion nicht zu schlagen. Allerdings muss man auch attestieren, dass die hierbei verwendete Technologie nun bald ihr sechzigjähriges Jubiläum feiert. Das Ziel der Entwicklung von Espressomaschinen für die Anwendung in Bars und Cafés ist es, möglichst viel Kaffee in kurzer Zeit anbieten zu können.

Aufbruchstimmung erzeugen

Es ist interessant zu beobachten, wie stark das Bewusstsein für den eigenen ökologischen Fußabdruck wächst, ohne dass jemand hinterfragt, was seine Siebträgermaschine zu Hause an Energie verbraucht. Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen zu und der Druck zum Handeln wächst aber beim Kauf einer Kaffeemaschine wird dem Kunden, der hier verantwortungsvoll handeln möchte, keine Orientierung geboten. Dabei ist es so einfach den Energieverbrauch von Geräten zu optimieren. Klassische Maschinen mit schweren Messingbauteilen und großen Kesseln können schon durch Umstellung auf Dual-Boiler Technik und die Isolierung der Kessel und Leitungen viel wertvolle Energie sparen. Auch Standby- Funktionen an klassischen Maschinen helfen die Maschinen effektiver zu machen. Der effektivste Schritt hin zu grünerer Technologie bei den geliebten Maschinen ist der Verzicht auf unnötig vorgehaltene an Energie in Form von Wasser und Metallbaugruppen. Alternativ hierzu hat sich der Thermoblock als vollwertiger Ersatz heraus gestellt. Die Firma ascaso verwendet Thermoblocks. Nach anfänglicher Verwendung in deren Haushaltsgeräten, nun auch äußerst erfolgreich in Profi-Maschinen. Somit gebührt den Herstellern unser Respekt, die ihrer Verantwortung für das Weltklima freiwillig nachkommen. Um beim Beispiel ascaso zu bleiben hilft uns wieder die Energieampel beim Schweizer Nachbarn zu realisieren, dass eine voll ausgestattete Maschine mit zwei Heizelementen, in diesem Falle Thermoblocks, statt 1200 kWh pro Jahr nur etwas mehr als 300 kWh verbraucht.

Offiziell nur ein Viertel der Energie wie beim „Klassiker“ mit E-61 zu verbrauchen, lässt den perfekt extrahierten Espresso doch gleich noch besser schmecken. Die dadurch erzeugte Aufbruchstimmung wird auch andere Hersteller motivieren bei der Entwicklung ihrer Maschinen den Aspekt Energieeffizienz in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. (jh)

Wie kommt der Kaffee zu uns?

Unser heutiger Blog-Artikel steht unter der Überschrift: “Wie kommt der Kaffee zu uns”. Dabei beleuchten wir den Weg des Kaffees vom Anbau- bis in den Handel. Wir erklären Zusammenhänge, Handels- und Transportwege und Aspekte wie Kaffeesteuer und Kaffeepreis. Natürlich kommt auch die Qualität nicht zu kurz.

Handelswege und Hintergründe

Schon Anbau und Ernte spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität des Kaffees. Auf großen Plantagen angebauter Kaffee wird in der Regel mit Erntemaschinen im “Stripping”-Verfahren eingebracht. So werden rund 80% des Kaffees als loses Schüttgut, so genannte Bulkware verschifft. Wussten Sie, dass Kaffee nach Erdöl der bedeutendste Rohstoff im Welthandel ist? Im Jahr 2019 wurden weltweit über 10 Mio Tonnen geerntet. Der größte Teil wird genauso wie Erdöl im Bauch von Tankern über die Meere transportiert. Im Hafen wird der Rohkaffee mit Druckluft durch Schläuche in Tanklastzüge umgeladen und dann in den Großröstereien in Silos gelagert.

Trend zu handwerklich verarbeitetem Kaffee

Allerdings gibt es einen Trend zu hochwertigem in Röstmanufakturen verarbeitetem Kaffee, wie Sie ihn bei espresso36 finden. Dieser wird nach wie vor in Säcken als Rohware vom Ursprungsland ins Konsumland transportiert. Natürlich sind Aufbereitung und Weiterverarbeitung entscheidende Faktoren. Dabei sind die Handelswege ja nach Herkunftsland, Zielland und den Beteiligten sehr unterschiedlich. Auch der Preis wird von diesen unterschiedlichen Wegen beeinflusst. Dabei spielt es auch eine Rolle, wie der Handel von Kaffee getätigt wurde. Ein Kleinbauer arbeitet in der Regel mit einer Genossenschaft oder Kooperative zusammen. Diese verkaufen den Kaffee an einen Zwischenhändler oder Exporteur. Der Importeur oder Großhändler verkauft den Kaffee zuletzt der Röstmanufaktur. Dagegen wird ein Groß-Plantagenbesitzer den Kaffee über einen Makler direkt an den Großröster im Zielland verkaufen. Zur Preisgestaltung des Kaffees ist die Börsennotierung ein nicht unbedeutender Faktor. Kaffee wird je nach Sorte an der New Yorker bzw. Londoner Börse gehandelt. Es gibt aber auch direkt gehandelten Kaffee. Dabei kommt natürlich mehr Geld beim Produzenten an, da es keine Zwischenstationen gibt.

Kaffee aus den besten Röstmanufakturen

Unser Kaffee kommt aus den besten Röstmanufakturen Deutschlands. Wir kennen unsere Lieferanten ganz genau und wissen, wie sie den Kaffee einkaufen und weiterverarbeiten. Veredelt nach allen Regeln der Röstkunst und harmonisch kombiniert nach traditionellen Rezepten, sind unsere Kaffee- und Espressoröstungen echte Spitzenprodukte. Vom ausgesprochen aromatischen Espresso, wie Manometer, Dunkle Seite, Euer Exzellenz oder Hochgenuss bis zu den geschmacklich auf die Bedürfnisse unserer anspruchsvollen Kunden zugeschnittenen Kaffees wie Feingefühl, Glückskind und Kaffeekränzchen ist für jeden Gaumen etwas dabei.  Dabei stellen die Produkte von espresso36 durch ihren ausgewogenen Geschmack, die gute Créma und ihre hohe Ergiebigkeit für jeden anspruchsvollen Kaffeekenner eine echte Alternative zu den vielen industriell geernteten und verarbeiteten Blends dar. Nach originalen Rezepten und den Vorgaben der Tradition veredelt, bilden sie die Basis aller Kaffeevariationen, für die ein guter Espresso die Grundlage ist …. Italiener geht´s nicht. Wenig Säure und charaktervoller Geschmack kennzeichnen die aus Hochlandbohnen komponierten Kaffeemischungen. Geeignet sind sie sowohl für den geübten Barista an der Siebträger Espressomaschine, wie auch den Kunden mit  dem Kaffee-Vollautomat. Das schonende Langzeit Röstverfahren und die sorgfältig ausgesuchten Hochlandbohnen garantieren eine harmonische Komposition, die vor allem durch Ihre geringe Säure zu überzeugen weiß. Die Zubereitung als Filterkaffee ist genauso möglich, wie ein Brühen im Vollautomat.

Ergänzt wird das Sortiment durch je eine entkoffeinierte Espresso- und Kaffeemischung. Denn Geschmack hat nichts mit Koffein zu tun!

Sortenreine Länderkaffees und Blends

Die sortenreinen Länderkaffees verkörpern in unserem Hause höchste Kaffeekultur in Kombination mit einem Optimum an Qualität. Beste Lagenkaffees aus den Spitzenanbauregionen der Welt bilden dafür die Basis. Hier findet selbst der erfahrene Gourmet immer neue Geschmackserlebnisse in bisher nicht gekannter Qualität. Veredelt mit viel Zeit und Liebe zum Produkt, werden alle diese Kaffees bis an Ihr individuelles geschmackliches Optimum geröstet. Durch das aufwändige Produktionsverfahren und die anschließende Handverlesung kommt jeweils nur das Beste in die Tasse: Unverfälschter Geschmack. Der permanente Kontakt der Röstmanufakturen zu den Rohkaffeelieferanten ermöglicht eine exzellente Übersicht an den Rohkaffeemärkten der Welt. Der europaweite Kontakt und Dialog mit anderen Gourmetröstereien ermöglicht es unseren Lieferanten ständig über alle Innovationen auf dem Laufenden zu sein, die zu einer weiteren Optimierung des Veredelungsprozesses beitragen. Nur so kann der ständige Bezug bester Qualität aller angebotenen Provenienzen dauerhaft gewährleistet werden. Sollte eine Sorte mal nicht verfügbar sein, werden wir uns bemühen diese schnellstmöglich wieder im Regal zu haben. Da wir ständig nach neuen Provenienzen auf der Suche sind, die unser Angebot bereichern, haben wir nur einen Ausschnitt an Lagenkaffees auf Lager.

Rwanda Café des Mamas

 Kaffee des Monats Mai/Juni 2019

Rwanda Café des Mamas

Central Washing Station Nova Coffee

Rwanda Café des Mamas

Der Rwanda Café des Mamas stammt aus den Vulkanbergen in der nördlichen Provinz Rwandas aus dem District Gicumbi. Die Wachstumsbedingungen sind optimal mit großer Höhe (1800-2000 m), fruchtbarem Boden, viel Sonne und ausgewogenem Regenfall. NOVA COFFEE ist der Stolz der rwandischen Frauen. Er stammt aus einer Genossenschaft von Kaffeeplantagen auf denen ausschließlich Frauen das Sagen haben. Sie pflegen die bäuerliche Kultur, die das Land schützt und tragen dazu bei, dass großartiger Kaffee die Welt ein wenig besser macht. Um die lange Tradition der bäuerlichen Kultur zu bewahren, wird das Land sorgfältig und leidenschaftlich und nur mit den Händen bearbeitet.

Der Kaffee wird sortiert und mehrfach auf seine Qualität überprüft. In den Export gelangt ausschließlich der gewaschene und natürlicher Kaffee der Klasse A1, Screen 15+, also die besten Qualitäten. Die Cupping Scores variieren zwischen 83-88%. Der 100% frische und reine Red Bourbon Arabica-Kaffee besticht durch seinen Körper und ein komplexes Geschmacksprofil mit Noten von Feigen und dunkler Schokolade. Eine leichte Fruchtsäure rundet ihn ab.

Unser Rwanda Café des Mamas ist ein Kaffee zum genießen. Er eignet sich vor allem als Espresso darüber hinaus für alle Espresso basierten Kaffeespezialitäten wie Cappuccino, Flat White und Latte Machiatto.

Mehr Informationen zu unseren Kaffee Mischungen finden Sie hier Brühwerk Kaffee

Über unsere verschiedenen Kaffee des Monates informieren wir regelmäßig in unserem Blog. Einige dieser Spezialitäten Kaffees haben es in unser festes Sortiment geschafft, so wie der Sumatra Mandheeling aus Indonesien, der Guatemala Genuine Antigua und der Peru Villa Rica, der gleichzeitig der Geschmacksgeber in unserer neusten Mischung “Hochkultur” ist.

Alle Kaffees gibt es bei uns ausschließlich in 500g Packungen um eine optimale Frische zu gewährleisten. Man kann bei uns natürlich auch probieren bevor man sich entscheidet, Sie kaufen also nicht die berühmte Katze im Sack.

espresso36 setzt neues Verpackungsgesetz um

espresso36 setzt neues Verpackungsgesetz um

espresso36 stellte als Hersteller von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen am 02.01.2019 bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (Zentrale Stelle) einen Antrag auf Registrierung. Wir sind ab 02.01.2019 als Hersteller von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen unter der Registrierungsnummer DE5483604787325 registriert.

espresso36 gab in seinem Antrag die Erklärung ab, dass es seine Rücknahmepflichten durch Beteiligung an einem oder mehreren Systemen oder durch eine oder mehrere Branchenlösungen erfüllt – § 9 Absatz 2 Nummer 5 des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz – VerpackG).

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) löste am 1. Januar 2019 die derzeit geltende Verpackungsverordnung (VerpackV) ab. Die Veränderung betrifft grundsätzlich jeden Hersteller bzw. Erstinverkehrbringer in Deutschland, der Waren für eine Lieferung an private Endverbraucher erstmalig verpackt und gewerbsmäßig in Verkehr bringt.

Bisher gilt laut Verpackungsverordnung, dass jeder Erstinverkehrbringer einen Beitrag für das Recycling seiner ausgelieferten Verpackungen zu leisten hat. Als Gegenleistung sorgen die Dualen Systeme, wie der Grüne Punkt, für die Sammlung und das Recycling der Verpackungen nach Gebrauch. Das Prinzip der erweiterten Produktverantwortung wird in Zukunft durch das Verpackungsgesetz und die damit einhergehende Registrierungspflicht strenger geregelt. Der eigentliche Grund für das neu in Kraft tretende Verpackungsgesetz anstelle einer Neuformulierung der Verpackungsverordnung ist die Schaffung der „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“. Die Zentrale Stelle soll für eine bessere Kontrolle sowie einen fairen Wettbewerb sorgen. Außerdem wird die Transparenz der Lizenzierung erhöht, sodass unter anderem Trittbrettfahrer einfacher identifiziert werden können. Das Ziel der Zentralen Stelle Verpackungsregister ist folglich, die Schwächen der bisherigen Verpackungsverordnung zu beheben.

Systembeteiligungspflichtige Verpackungen konnten bereits vorher bei einem dualen System, z.B. dem Grünen Punkt, gemeldet werden. Ab dem 01.01.2019 wird dann eine Registrierung der Verpackungsarten und -mengen bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister gesetzlich vorgeschrieben. Verpackungen, die erstmals gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden, bedürfen demnach einer Beteiligung an einem dualen System.

Was bezweckt das neue Verpackungsgesetz?

Momentan kennen viele, besonders kleinere Unternehmen, ihre Pflichten bezüglich der momentan noch geltenden Verpackungsverordnung nicht. Dadurch werden weit mehr Verpackungen separat gesammelt und recycelt, als überhaupt bei den dualen Systemen angemeldet sind. Durch das neue Verpackungsgesetz sollen die Anmeldungsvorgänge und somit die Systembeteiligungen besser nachzuvollziehen sein. Auch einen Anreiz, Verpackungen ökologisch vorteilhaft und recyclingfähig herzustellen, soll das neue Gesetz geben. Neben den Neuerungen, wie der Zentralen Stelle Verpackungsregister, wird zudem in zwei Schritten die Recyclingquote angehoben. Der erste Schritt der Anhebung erfolgt ab 2019, der zweite ab 2022.

Grundsätzlich ist es ratsam, sich auf längerfristige Sicht Gedanken hinsichtlich der recyclinggerechten Konzeption, Produktentwicklung und Optimierung der Verpackung zu machen. Am aller besten ist es jedoch auf die Verpackung komplett zu verzichten.

Optimale Verpackung für Kaffeebohnen

Daran scheiden sich die Geister. Umweltbewusstsein ist heute keine gesellschaftliche Randerscheinung mehr. Die Mehrzahl der Verbraucher legt großen Wert auf nachhaltige Herstellung sowohl der Lebensmittel selbst, als auch der Verpackung.

Es gibt zum Beispiel Verpackungen, die sich “Öko-Line” nennen und ein Verbund aus braunem Kraftpapier und einer Barriere-Folie sind. Hier wird besonders darauf hingewiesen, das man OHNE Aluminiumschicht auskommt! Der Nachteil ist die schlechtere Recycling-Quote. Die Produktion ist zwar mit einem geringeren Energieaufwand verbunden durch die schlechte Recyclingfähigkeit wird dieser Vorteil jedoch aufgewogen. Außerdem verliert der Kaffee bei solchen Öko-Line Kaffeebeutel-Verpackungen sehr schnell an Aroma.

Wir haben uns bewusst für Verpackungen aus Aluminium entschieden um die bestmögliche Qualität unseres Kaffees zu garantieren. Durch das in Deutschland existierende duale System werden die Verpackungen nahezu zu 100% recycelt.

Kaffeebohnen lose kaufen

Momentan arbeiten wir an einem Konzept, dass es uns erlaubt Kaffeebohnen lose zu verkaufen und somit den Verpackungsmüll ganz zu vermeiden.

Der Kunde bringt einen Behälter mit und wir füllen ihn mit Kaffee in der gewünschten Menge. Ein Problem stellt zurzeit noch der Transport des Kaffees von der Rösterei zu uns und die Lagerung dar. Die kleinen Silos, die man aus vielen Röstereien kennt sind augenscheinlich eine gute Lösung. Allerdings verliert der Kaffee auch in diesen Behältern rasch sein Aroma. Da wir aber auf eine höchstmögliche Qualität bei unseren Kaffees achten, kommt diese Lösung nicht in Frage.

Zurzeit favorisieren wir Eimer aus Weißblech mit einer lebensmittelechten Innenbeschichtung. Der “Hobbock” schließt luftdicht ab und hat ein winziges Überdruckventil.

Welche Verpackung bringt der Kunde mit?

Der Kunde bringt seinen eigenen Behälter mit. Das kann jede Dose sein, die luftdicht abschließt. Optimal sind die Airscape-Dosen. Diese hochwertige Aufbewahrungsdose für Kaffee (und andere Lebensmittel) hält durch ihr patentiertes Ventil den Sauerstoff vom Kaffee fern. Sie garantiert so eine optimale Frische. Die Dosen sind bei uns für 1800ml zu € 40,- erhältlich.

Peru Villa Rica

Kaffee des Monats Juli 2018

Peru Villa Rica

Central de Productores (CEPRO) Yanesha

Peru, das Land der Inka, ist kulinarisch eher für seine schier endlosen Kartoffelsorten bekannt. Dabei hat es landschaftlich alle Vorraussetzungen für idealen Kaffeeanbau: Die Sierra, die gebirgige Andenküste, schottet die Hochebene Selva vor kalten Einflüssen des Meeres weitesgehend ab. So kann sich eine extreme Vielfalt an Flora und Fauna entwickeln. Das merkt man vor allem im Regenwald, der über weite Teile so dicht bewachsen ist, dass man viele Städte über Land gar nicht erreichen kann.

Von der Hauptstadt Lima führt eine asphaltierte Straße ins Landesinnere. Dort, in Villa Rica, befindet sich der größte Umschlagplatz für Kaffee aus der Provinz Oxapampa und dem Chanchamayo-Tal. Deshalb gilt Villa Rica auch als Kaffeehauptstadt Perus. Jährlich findet das große „Villa Rica Coffee Festival“ statt, an dem die Erzeugerfamilien aus der Region ihre Waren rund um Kaffee anbieten.

In Peru lebt ein besonders großer Anteil Ureinwohner. Nur rund 20% aller Einwohner stammen aus Europa, Afrika oder Asien. Dabei wurden die Amazonas-indianer wie die Yanesha und Ashanika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nicht einmal als Peruanische Staatsbürger anerkannt.

Unser Peru Villa Rica Grade 1 Kaffee wird von einem indigenen Volk, den Yanesha bewirtschaftet, geerntet und aufbereitet. Diese haben in Villa Rica eine Genossenschaft mit 200 Mitgliedern gegründet. Jeder von ihnen bewirtschaftet rund 2 ha Land. Zusammen beträgt die Jahresernte ca. 280 Sack Kaffee à 69kg, davon ungefähr 100 in hochwertigster Qualität. Durch die genossenschaftliche Organisation und die mittlerweile auf dem  Weltmarkt bekannte hohe Qualität, gelangen die Yanesha damit zu einem ordentlichen Einkommen.

Der CEPRO-Yanesha Kaffee ist nach europäischen Standards bio-zertifiziert (PE-BIO-123).

Als Espressoröstung ist der Peru Villa Rica Grade 1 ausgewogen, dabei kräftig und mit einem vielschichtigen Wohlgeschmack. In perfektem Zusammenspiel sind Aromen von kräftiger dunkler Schokolade, Kokos, Karamell und Vanille zu schmecken.

Wir finden ihn einfach großartig.

Probierpaket Kaffee 4x250g + Vollmilch- Schokolade “Frohsinn”

Unser Angebot im September: ein Probierpaket Kaffee mit je 250g Morgenmuffel, Rabenschwarz, Kaffeeklatsch und Lebenslust mit einer Tafel unserer edlen Vollmilchschokolade “Frohsinn” zu € 22,50 statt € 27,50, in der Geschenkverpackung € 24,–, im Präsentkorb € 25,–

Was macht einen guten Kaffee aus?

Ohne Leidenschaft gibt es keine Genialität
Theodor Mommsen

Die wichtigste Zutat ist die Leidenschaft für das Produkt! Ein absolut magischer Moment war es, als ich zum ersten Mal die Räume einer Rösterei betrat. Dieser bezaubernde Duft – Säcke voller Rohkaffee – Menschen, die dieses Produkt mit viel Liebe zum Detail veredeln. Dieses Erlebnis möchte ich gerne teilen. Jedem Menschen sollte es möglich werden, einen guten Kaffee zuzubereiten. Ich lernte viel über den richtigen Anbau, beste Klimabedingungen, Weiterverarbeitung, Lagerung bis hin zur Röstung und der Zubereitung.

Jedes Ding hat seine Zeit
Shakespeare

Bei allen Punkten spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Eile führt zu niedriger Qualität. Kaffee muss wieder zu dem werden, was er ist – ein Genuss. Als mir bewusst wurde, dass die Bohne eine lange Reise hinter sich hat, durch viele leidenschaftliche Hände gewandert ist und viel Zeit investiert hat, um als duftender Kaffee in meiner Tasse zu landen, habe ich begriffen, dass wir ihn genießen müssen. Leider nehmen wir uns heute oft nicht die nötige Zeit dazu. Auch in der Beratung und für meine Kunden möchte ich mir besonders viel Zeit lassen. So kann man bei mir alle Kaffeesorten probieren, alle Maschinen sind vorführbereit angeschlossen und ich nehme mir gerne die Zeit für einen Plausch oder um über Kaffee zu philosophieren.

Gemeinsame Rituale sind das Bindemittel jeder Gesellschaft
Birgit Ramlow

In Äthiopien ist es heute noch ein weit verbreiteter Brauch, den Kaffee frisch über dem offenen Feuer zu rösten, im Mörser zu zermahlen und mit heißem Wasser aufzubrühen. Gemeinsam mit den Nachbarn beginnen sie den Tag und erzählen sich die Träume der vergangenen Nacht. Wie die Einheimischen Äthiopiens möchte ich auch gerne meinen Tag beginnen und mir Zeit nehmen für ein schönes Ritual.

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden
Sokrates

Ich bin erst am Anfang meiner Reise durch die Welt des Kaffee’s und möchte mir die Fähigkeit bewahren, Neues zu erlernen und Altes zu überdenken und zu hinterfragen. Durch die ständige Weiterentwicklung meiner Kenntnisse und neuen Erfahrungen kann es möglich sein, dass Sie bei jedem Besuch etwas Neues erfahren. Ich möchte offen sein für neue Sichtweisen und versuchen, meine Arbeit als Mission zu betrachten. Jedes Gespräch mit fachkundigen Menschen, jeder Messebesuch und jede intensive Auseinandersetzung mit dem Thema erweitern meinen Horizont und geben mir die Möglichkeit zu lernen. Ich werde Ihnen nicht auf jede Frage gleich eine Antwort geben können. Wichtig ist mir, mit den Herausforderungen zu wachsen und mit Ihnen gemeinsam nach der für Sie richtigen Lösung zu forschen.

Viele Wege führen nach Rom
alte deutsche Redewendung

Es gibt viele Zubereitungsarten, von der klassischen italienischen Espressomethode, über den Kaffeevollautomaten, der dies auf Knopfdruck erledigt, bis hin zur Mokkakanne, dem Handfilter, der Frenchpress und der Chemexkaraffe. Für alle Zubereitungsarten möchte ich das richtige Produkt und den richtigen Kaffee für Sie finden. Auf Wunsch mahle ich Ihnen den Kaffee frisch im gewünschten Mahlgrad und verschließe die Verpackung anschließend wieder luftdicht.

Der Mensch sollte stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Es geht nicht darum, was der Verkäufer gerne verkauft, sondern welche Vorstellung der Kunde hat und wie man diese umsetzen kann. Es wird immer unsere zentrale Aufgabe sein, zufriedene Kunden zu haben.

Schlüchtern im November 2015
Melanie Heil